Gefahren
Eine gesundheitsschädigende Wirkung kann bei KMF durch Einatmen auftreten. Vor allem dann, wenn die Fasern kritische Abmessungen auf-
weisen: Länge > 5 µm, Durchmesser < 3 µm. Im Feinstaubbereich, bei Faserlängen >1µm, sind sie besonders schädlich für die Lunge. Bei Hautkontakt können KMF Juckreiz auslösen. Stoffe, die als krebs-
erzeugend beim Menschen angesehen werden, gehören zur Kategorie
2. Glasige Fasern werden meistens in die Kategorie 3 eingestuft. Zur Kategorie 3 gehören Stoffe, die wegen möglicher krebserregender Wirkung beim Menschen Anlass zur Besorgnis geben. Über sie liegen jedoch nicht genügend Informationen vor, so dass gegenwärtig keine befriedigende Beurteilung möglich ist. Um das Gesundheitsrisiko zu senken, bietet die Industrie inzwischen KMF mit verbesserter Bio-
löslichkeit an. Solche Fasern lösen sich bei Kontakt mit Körperflüssigkeit relativ schnell auf und verlieren so ihr krebserzeugendes Potenzial. Diese Fasern haben den KI-Wert > 40. (KMF-Produkte sind heute mit einem KI-Wert gekennzeichnet.)